• WENN SICH ZWEI ZUSAMMENTUN, FREUEN SICH DREI.

    Von Strametz & Partner zu BDO

 

Wir haben die Protagonisten Sören Buschmann, Hannes Gsellmann (beide Strametz & Partner) und Peter Bartos (BDO) zum Gespräch gebeten und bekamen (neben Kaffee und Wasser) reinen Wein eingeschenkt.

Sören Buschmann & Hannes Gsellmann

Die erste Frage geht an den Bauch: Wie geht es Ihnen – jetzt, wo die Entscheidung draußen ist, wo es »losgeht«?

Sören Buschmann: Gut, sehr gut sogar. Für uns ein Riesenschritt auf dem Weg zur Weltherrschaft. Aber im Ernst: Wir haben schon immer damit geliebäugelt, mit einem internationalen Partner zusammenzugehen. Es gab Gespräche, aber nie hat etwas wirklich zu uns gepasst. Offensichtlich sind wir etwas zickig, was die Wahl des Partners anbelangt.

Hannes Gsellmann: Gut geht es uns! Ich habe trotz monatelangen Sickern-Lassens keinen Haken gefunden und ich weiß jetzt auch, warum: Es gibt keinen.

Peter Bartos: Endlich! Wir ergänzen uns perfekt. Das wird eine super Sache!

War der Weg zur Entscheidung beschwerlich?

SB: Das „Ja zu BDO“ war eine Sekundenentscheidung für mich. Der Prozess nach dem ersten „Ja“ hat dann etwas länger gedauert, aber die Idee stand nie auf der Kippe. Alle Beteiligten haben ja auch einen Beruf, der sie daneben beschäftigt.

HG: Nein, beschwerlich gar nicht. Aber eben Schritt für Schritt. Der Prozess ist ganz langsam gereift. Keiner von uns braucht diese Beziehung unbedingt. Jedem nützt sie. Ich habe das immer wieder reflektiert. Beschwerlich war es nie. Wahrscheinlich aber auch deshalb, weil Sören unser „Chef-Verhandler“ war.

PB: Der Weg ist das Ziel. Für uns war es zu keinem Zeitpunkt schwer; aber wenn man der Größere ist, ist das zugegebenermaßen auch nicht wirklich ein Kunststück. Deshalb ist es bei so einem Prozess immer wichtig, darauf zu achten, wie es dem anderen dabei geht!

Was ist der Hintergrund? Sozusagen eine Liebesheirat? Eine Zweckehe?

SB: Was das Verständnis hinsichtlich Menschlichkeit, Partnerschaft und Zugang zum Geschäft anbelangt – eine Liebesheirat. Ich kenne die BDO seit nunmehr 16 Jahren als Berater des Hauses. Um also bei dem Bild zu bleiben: Die Braut kenne ich gut! Und was den Sinn anbelangt, wohl eher eine Potentialehe, weil beide Seiten voneinander profitieren, wenn es uns gelingt, die Potentiale zu entwickeln.

HG: Vernunft gepaart mit Intuition. Dass es richtig ist, habe ich auf beiden Ebenen verstanden. Und als ich letzten Dezember in Wellington (Neuseeland) am BDO-Büro vorbeigegangen bin, habe ich schon das Gefühl bemerkt – das sind WIR!

PB: Wenn die Richtigen zusammenkommen, sind sie gemeinsam immer stärker als alleine. Wir wollen stärker werden! Und wir sind sicher, die Richtigen dafür gefunden zu haben.

Wo sind Sie einander erstmals näher- bzw. überhaupt auf die Idee gekommen?

SB: Eigentlich war es schließlich ein Zufall, das Thema zu besprechen, obwohl wir uns schon so lange kennen. Ich darf mich ja mit der strategischen Position des Unternehmens, welches ich berate, beschäftigen. Und da fällt auf, dass die Beratung immer stärker übergreifend angeboten wird, komplexe Fragestellungen somit lösbarer werden. Und genau im Gespräch darüber habe ich einen Witz gemacht; Dr. Kern hat mit „Das wäre schon interessant“ geantwortet. Eine Woche später hatten wir bereits ein grundsätzliches „Go“ auf beiden Seiten.

HG: Das kann nur Sören beantworten. Der hat den ersten Schritt begleitet.

PB: Es war Liebe auf den ersten Blick! Spaß beiseite: Wir sind immer auf der Suche nach Leuten, die zu uns passen und gemeinsam mehr erreichen wollen. Als sich die Gelegenheit ergeben hat, haben wir sofort zugegriffen.

Was bewegt ein Unternehmen von der Größe einer BDO, sich mit einer kleinen Struktur á la Strametz zusammenzuschließen? Und andersrum gefragt: Was erwarten Gsell- und Buschmann von der neuen Partnerschaft?

SB: Ich habe immer das Problem für uns gesehen, dass wir auf dem Klavier nur eine Oktave spielen können. Die Themen gehen aber über das ganze Klavier. Und wirklich interessant wird es ja dann, wenn übergreifende Projekte aus einer Hand geliefert werden können. Darauf freue ich mich.

HG: Lustvolle Synergie. Ein Gegenüber, mit dem man ganz neue Dinge diskutieren kann. Neue Geschäftsideen, die dadurch möglich werden.

PB: Unsere Kunden dürfen von uns zu Recht Unterstützung in allen Lebenslagen erwarten. Gsell- und Buschmann runden unser Leistungsspektrum perfekt ab.

Wie hat Ihr unmittelbares Umfeld reagiert?

SB: Von „Echt?“ bis „Sehr cool!“ Und Nachfragen, ob wir jetzt reich sind, muss ich leider mit nein beantworten. Wir bringen unser Unternehmen ein und werden Partner der BDO Gruppe.

HG: Mit Verständnis und Zustimmung.

PB: Toll! Weiter so!

Muss man sich jetzt von dieser intimen Betreuung, für die Strametz ja in der ganzen Branche gestanden ist, verabschieden?

SB: Nein, im Gegenteil. Das „ganze Klavier“ spielt ja für unsere Kunden – und das macht hoffentlich nicht nur mir Freude. Ich denke, dass unsere Kunden uns ohnehin für so viel mehr eingesetzt haben, als unser Leistungsportfolio vermuten lässt, da ist dieser neue Weg nur konsequent.

HG: Die kann jetzt noch viel intimer werden, weil sich unser Beratungsbereich ausweiten wird. Für unsere Kunden wird sich, abgesehen von unserem Namen, am Gewohnten gar nichts ändern. Wir werden weder die Preise anheben noch weniger präsent sein. Wir werden durch unsere neuen Partner nur mit noch mehr Ideen kommen.

PB: Sicher nicht! Das ist genau auf unserer Wellenlänge!

Worauf dürfen sich Strametz- bzw. BDO-KundInnen außerdem freuen?

SB: Auf mehr Feste! Jetzt können wir zu gemeinsamen Veranstaltungen einladen, weil der größere Verbund ja z. B. eine Kommunikations- und Marketing-Chefin hat, die uns auch mitbetreut. Auf Einladungen und Feste haben wir die letzten Jahre dank der vielen Arbeit ja weitgehend verzichten müssen.

HG: Auf den jeweils neuen Dienstleistungsteil und die Möglichkeit, über den bisherigen Ansprechpartner Zugang dazu zu bekommen.

PB: Auf perfekte Rundumbetreuung und noch mehr Events, damit wir uns als Menschen noch besser kennen lernen. Für das Auftaktspiel der österreichischen Nationalmannschaft bei der Euro 2016 planen wir schon fleißig am Public Viewing in unserem Atrium.

Was können Neukunden erwarten – also jene, die es bis jetzt nicht gewagt haben, mit BDO (oder eben Strametz) in Verbindung zu treten?

SB: Ich glaube einen Berater, der jetzt mit Hilfe der neuen Kollegen sehr viele Fragen lösen kann und interdisziplinär umsetzt. Und ganz nebenbei auch weiterhin das State-of the-Art-Portfolio im Consulting-Umfeld.

HG: Das Gleiche wie unsere bestehenden Kunden – und die können Sie gerne fragen.

PB: Einfach mehr!

Inwieweit wird sich das Portfolio der Unternehmen verändern?

SB: Es werden für beide Seiten neue Dienstleistungsprodukte entstehen, die eben nur gemeinsam gehen. Nehmen Sie das Thema M&A, da können wir jetzt von der Strategieentwicklung, Suche von geeigneten Zielunternehmen, Bewertung des Geschäfts und der Human Resources bis hin zu Transaktionsberatung und Post-Merger-Integration wirklich alles anbieten.

HG: Es wird breiter innerhalb der BDO Consulting und natürlich durch den Zugang zu allen BDO-Services.

PB: Dem ist nichts hinzuzufügen! Für die beiden »Strametz-Herren« heißt das: Abschiednehmen vom Schwarzenbergplatz?

SB: Ja, aus zwei Gründen. Der Schwarzenbergplatz ist nach 4 Jahren wieder zu klein geworden, obwohl es sicherlich das schönste der bisherigen 3 Büros war. Aber das neue BDO-Gebäude am Hauptbahnhof wird ab 2018 viel mehr Potential bieten, als der Charme eines Schwarzenbergplatz-Büros aufwiegen kann. Auch wenn ich ja der Einrichtungsfetischist bei uns bin – ich freue mich sehr.

HG: So schnell geht das nicht, aber Synergien findet man sicher auch in einem gemeinsamen Büro besser als bei räumlicher Entfernung.

PB: Das neue BDO-Haus im QBC 4 am Hauptbahnhof entsteht gerade in unseren Köpfen und demnächst ist Baubeginn. Das wird das perfekte Büro. Der Abschied vom Schwarzenbergplatz wird daher sicher nicht schwer fallen!

Und die Schafe, die wir alle schon so liebgewonnen haben – also das spektakuläre hier vorliegende Leadersheep-Magazin: Ist das etwa die letzte Ausgabe?!

SB: Nein, das Leadersheep ist eine für uns so passende Form der Kommunikation mit unseren Kunden und Freunden. Wir bekommen sehr viel Feedback und Zuspruch auf die Artikel und die Aufmachung. Das können wir unseren Lesern ja nicht antun. Aber vielleicht schreiben die neuen Kollegen mit. Kurzum: Es bleibt, wie es ist – immer in Bewegung. Aber die Schafe werden mehr …

HG: Das Leadersheep-Magazin machen wir, solange uns Themen bewegen und uns etwas einfällt. Und das wird noch lange dauern – für mindestens 1x im Jahr!

PB: Schafe sind ja bekanntlich Tiere mit vielen Eigenschaften. Das passt gut zu uns. Wir haben die Schafe daher sofort ins Herz geschlossen. Hoch lebe das Leadersheep!